Schon im Alter von 5 Jahren war sie davon überzeugt, "malen" zu müssen, angesichts der Zustimmung und der Freude, die ihr Erstlingswerk "Ameisenkonzert auf einer Kartoffel" im häuslichen Kreis hervorgerufen hatte.
Sie absolvierte die Accademia di Belle Arti in Florenz, wo sie die Malkurse von Prof. F. Farulli, Gravurtechnik bei Prof. Viggiano und viele andere Kurse, u.a. Kunstgeschichte, Grafik, Entwurf und Fotografie belegte.


Ein Bild malen, ist, wie Mario Vargas Llosa in Bezug auf die Romane in seinem Werk "Geheime Geschichte eines Romans" sagt, "... eine Art Ritual, das an ein Striptease erinnert. Wie das Mädchen, das im schonungslosen Licht der Scheinwerfer ihre Kleider ablegt und nach und nach ihre geheimen Reize zeigt", so offenbart der Maler durch seine Werke auf die gleiche Weise seine innersten Gefühle.


Nur gibt der Künstler nicht seine Reize preis, sondern kehrt die "Dämonen hervor, die ihn quälen und bedrängen, die hässlichere Seite von sich selbst: Sehnsüchte, Schuldgefühle und Groll. Der Unterschied besteht in der Tatsache, dass beim Striptease das Mädchen am Anfang bekleidet und am Ende nackt ist, während ein Gemälde sozusagen ein umgekehrter Striptease ist."

"... Die persönlichen Erfahrungen - ob erlebt, geträumt, gehört oder gelesen - die den Anstoß zu der Geschichte gaben, bleiben somit während des kreativen Vorgangs boshafterweise versteckt, sodass am Ende des Geschriebenen niemand, oft nicht einmal der Romanschriftsteller selbst, jenes autobiographische Herz hören kann, das in jeder dichterischen Erfindung fatalerweise pulsiert".