Volterra liegt mitten in der Toskana auf einem Hügel, 550 Meter ü.d.M. Die Stadt mit etwa zehn bis elftausend Einwohnern bewahrt ein historisches, künstlerisches, archäologisches und naturkundliches Erbe von großer Bedeutung und befindet sich in einem geographischen Kontext, der die wichtigsten Kunststädte der Region umfasst: Florenz, Siena, Pisa und San Gimignano.
Volterra ist ein Ort für Erholungsuchende und Naturfreunde, für alle, die naturreine Speisen lieben und die Stille eines faszinierenden Städtchens genießen wollen, aber auch für Sportfreunde, die hier reichlich Gelegenheit haben zum Wandern, Trekking und Mountainbike-Fahren.
Die Umgebung von Volterra ist aufgrund komplexer Umweltfragen bislang wenig erschlossen, sodass noch immer wichtige Verbindungsstraßen fehlen. Die Stadt lebt in einer Art natürlichen Isolation, die einerseits den Reiz der Stadt erhöht, andererseits aber auch einen großen Mangel darstellt.
Ein Stück unberührtes Land in Küstennähe, das es zu entdecken lohnt, auf den Spuren antiker Landpfarren, verfallener Burgen und mittelalterlicher Dörfer und Gebäude.
Volterra selbst bietet ein jahrtausendealtes kulturelles Erbe, das einen Bogen spannt von den Etruskern bis zur Römerzeit, und vom Mittelalter zur Renaissance.
Der Haupterwerbszweig von Volterra ist seit altersher die Alabasterproduktion. Bereits die Etrusker nutzten diesen Stein für die Herstellung von Aschenurnen und Sarkophagen. Auch heute kann man Gegenstände aus Alabaster in den zahlreichen Geschäften kaufen, mit denen die Stadt übersät ist. Einige der alten Alabasterwerkstätten kann man sogar besichtigen und bei der Bearbeitung der Manufakte zusehen.
Das im 1. Jahrhundert n. Chr. erbaute Römische Theater gehört zu den bekanntesten und meistbesuchten Monumenten der Stadt.
Ein ebenso berühmtes Baudenkmal aus der Zeit der Etrusker ist die Porta all'Arco, das erste Stadttor der Geschichte, das in allen Büchern über Kunstgeschichte erwähnt wird.
"Ombra della Sera" (Abendschatten) heißt die weltbekannte bronzene Votivstatuette, die ebenfalls zum Wahrzeichen von Volterra geworden ist und im Guarnacci-Museum aufbewahrt wird. Dieses Museum besitzt eine Fülle an archäologischem Material, das im Laufe der Jahrhunderte in der Umgebung gefunden wurde, unter anderem Aschenurnen, Sarkophage, Münzen und Schmuck.
Die Pinakothek im Palazzo Solaini enthält zahlreiche Werke, die aus Klöstern und Kirchen der Stadt stammen, insbesondere die "Kreuzabnahme", ein Meisterwerk von Rosso Fiorentino aus dem Jahr 1521.
Die Piazza dei Priori ist das Herz der mittelalterlichen Stadt. Die strenglinige Platzanlage wird von imposanten Palästen gesäumt. Von Bedeutung ist vor allem der Palazzo dei Priori, das älteste Rathausgebäude der Toskana, das zwischen 1208 und 1254 errichtet wurde.
Die "Balze" von Volterra stellen ein Naturphänomen von größtem Interesse dar. Es handelt sich um eine geologische Erscheinung in Form eines riesigen Abgrundes, der durch Erosion und Erderschütterungen unaufhörlich fortschreitet und im Laufe der Jahrhunderte auf dieser Flanke des Volterraner Hügels Nekropolen, Häuser und Kirchen in die Tiefe riss. So stürzte die Kirche San Giusto ein, die dann im 18. Jahrhundert im Borgo di San Giusto in der heutigen Form wieder aufgebaut wurde.